TRAKEHNER VERBAND
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GESCHICHTE
Vor 1945 | Nach 1945
Nur die Leistung zählt
Zunächst war die Produktion von Pferden für die Kavallerie Hauptaufgabe der Pferdezucht in Ostpreußen. Landstallmeister v. Oettingen setzte Anfang des 20. Jahrhunderts bereits auf Vollblüter, so den Tempelhüter-Vater Perfectionist xx. Sein Nachfolger Graf Sponeck knüpfte an dieses Zuchtkonzept an. Die Tugenden dieser Pferde – Härte und Leistungsbereitschaft – sollten sich nach dem Ersten Weltkrieg als wichtiger Vorteil für die aufstrebende Sportreiterei heraus stellen.
Bei den olympischen Spielen in Berlin im Jahr 1936 gewannen Trakehner Pferde sechs goldene und eine Silbermedaille. Legendär wurde Nurmi (geb. 1925 v. Merkur, Z.: Hans Paul, Rudwangen), der Wallach der in der Military unter Oberleutnant Ludwig Stubbendorf die Goldmedaille errang.
Zusammbruch…
Im Jahr 1944 waren bei der ostpreußischen Stutbuchgesellschaft 15.000 Mitglieder registriert. 750 Hengste waren für die Trakehner Zucht anerkannt. Die Zahl der Zuchtstuten betrug 14.000. Jährlich bewarben sich über 160 Hengste in Königsberg um das Prädikat „gekört“.
Zur Blütezeit veranschlagt man die Trakehner Stutenpopulation auf auch heutzutage schwer vorstellbare 25.000 Stuten und 1.200 Hengste!Mit dem 17. Oktober 1944 änderte sich die Situation schlagartig:
Um fünf Uhr morgens wurde von oberster Stelle die Weisung erteilt, Trakehnen zu räumen. Spätestens im Januar 1945 war auch den letzten klar: Ostpreußen war nicht zu halten. Menschen und Pferde verließen das Land. Viele hatten sich schon vorher auf den Weg gemacht. 1.000 Kilometer gen Westen.
Die Verluste auf dem legendären Treck über das zugefrorene Frische Haff waren groß. Teilweise zogen die Pferde die Wagen durch Tauwasser, das ihnen bis zum Bauch reichte. Von der einstmals 30.000 Kopf starken Population waren schließlich gerade 1.500 Tiere übrig geblieben, die in den Wirren der Nachkriegszeit in ganz Deutschland verteilt waren.
Es war das erklärte Ziel der Züchterfamilien aus Ostpreußen, ihre besten Stuten zu retten. Namen wie Kassette oder Gundula aus privatem Besitz oder Hauptgestüts-Stuten wie Donna und Herbstzeit sollten als Begründerinnen von Stutendynastien ihren Teil zur Erhaltung der seit Jahrhunderten konsolidierten Rasse beitragen. Insgesamt konnten nur 27 Stuten aus dem Hauptgestüt Trakehnen gerettet werden!
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